Review – Space Engineers: Volle Fahrt in den Weltraum

Veröffentlicht am 9 Nov 2014 - 6:36pm von Axel Dockhorn
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Die Idee von Space Engineers klingt interessant, doch wie wurde sie durchgesetzt?

Startet man zum ersten mal Space Engineers liegen vor einem eine ganze Menge Details und Feinheiten, mit denen man sich erstmal vertraut machen muss. Zum Glück gibt es dafür Video-Tutorials, die uns das ganze Geschehen simpel und verständnisvoll näher bringen. Sie werden uns direkt beim ersten Start in dem Hauptmenü angezeigt und können, falls erneut benötigt oder aus versehen übersprungen, jederzeit im Internet erneut angesehen werden.

Sind wir an dem Tutorial vorbei, haben wir direkt die erste Entscheidung des Spiels vor uns: Starten wir eine neue Welt im Creative oder im Survival Mode?

Um die Unterschiede zwischen den Beiden zu verstehen, wenden wir uns erst einmal dem Survival Mode zu.

Das Prinzip von Space Engineers beruht immerhin auf dem Bauen im Weltalldaher werden wir uns von unserer einfachen Minecraft Physik abwenden und in die Leere wegschweben. Wobei wir mit Wegschweben schon ganz richtig liegen. Es gibt im Weltall zwar Kometen, Asteroiden usw. allerdings haben die keine so große Anziehungskraft, dass sie uns unbeschwert arbeiten lassen könnten. Der nächste Planet ist leider auch weit weg. Die Entwickler von Space Engineers haben dafür eine Lösung gefunden: Der Gravitations-Generator. Versorgen wir ihn mit der nötigen Energie, verschafft er uns in einem gewissen Umkreise eine Gravitation, was so ziemlich alles leichter macht.

Denn ohne Gravitation müssen wir hilflos durch den Weltraum schweben. Allerdings gibt es auch dafür eine Lösung: Das JetpackMit ihm können wir uns Schwerkraftsunabhängig bewegen.

Und hier kommen wir auch zu einem der besten Teile des Spiels: Der Bewegung durch das WeltallEs macht einfach Spaß, egal ob nach oben oder unten, rechts oder links, wir können uns beliebig im Weltraum drehen und wenden. Dabei können wir uns sogar um unsere eigene Achse drehen. Das Jetpack ermöglicht uns dabei eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen, welche man mit Vorsicht behandeln muss. Denn auch ohne Schwerkraft, mit 100 Metern pro Sekunde gegen eine Metallmauer zu fliegen tut weh. Wir haben es ausprobiert. Naja, Realitätsbonus für das Spiel.

Die Bewegung mit Raumschiffen ist dabei gleich, allerdings hängt ihre Beweglichkeit von ihrer Größe, den Triebwerken und den Gyroskopen ab. Lieber nicht am falschen Ende sparen, es kann sehr frustrierend sein, mit seinem in 3 Stunden gebauten Raumschiff auf einen Asteroiden zuzufliegen und dabei zu merken, dass man leider die Triebwerke für das Lenken nach Rechts und Links vergessen hat.

Space engineers 4

 

Aber kommen wir wieder zu unserem wackeren Astronauten zurück. Das Jetpack ist zwar Nett und macht Spaß, allerdings verbraucht es auch eine ganze Menge Energie. Energie ist in Space Engineers wohl die wichtigste Ressource überhaupt, ohne sie laufen weder Triebwerke, noch Gravitations-Generatoren oder Crafting Stationen. Und nicht zuletzt gewährt sie uns durch unseren speziellen Weltraumanzug eine Versorgung mit Luft. Die Energie des Anzuges ist getrennt von der der Schiffe und Plattformen, wir können sie allerdings durch den Besuch einer Krankenstation oder eines Cockpits wieder aufladen. Deswegen: Immer schön die Energie Anzeige im Auge behalten. Denn ohne Energie keine Luft. Sollte es zum Ernstfall kommen, mahnt uns das Spiel, dass wir uns so schleunigst wie möglich zur nächsten Energie Station bewegen. Sonst können wir nur hoffen, dass unser Astronaut gut die Luft anhalten kann.

Daher sind die Generatoren die wichtigste Block-Art im Spiel. Allerdings benötigen sie Uran um Energie produzieren zu können. Und das müssen wir uns von Hand mit unserem Handbohrern erwirtschaften. Denn die Asteroiden sind für uns fliegende Schatzkisten. Neben dem Stein aus dem sie bestehen und Uran können sie weitere wichtige Mineralien wie Gold, Eisen, Kupfer usw. enthalten. Später können wir an unseren Schiffen spezielle Abbau Bohrer mit Auffangvorrichtung platzieren, aber bis dahin müssen wir selbst dran. Eine Überlegung ist es wert, auch in diesem Fall Gravitations-Generatoren einzusetzen. Beim Bohren werden die Steine so von dem Asteroiden gelöst, dass sie mit voller Geschwindigkeit losfliegen. Besteht dabei keine Gravitation, dürfen wir hinter ihnen her sprinten, damit unsere Arbeit nicht umsonst war.

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Wo wir bei schon bei den Mineralien sind, können wir uns auch das Crafting-System anschauen.

Wir können das Prinzip in verschiedene Teile unterteilen: Es gibt die Ausgangsstoffe (Stein, Uran, Gold usw.), die daraus hergestellten Stoffe (Computer, Stahlplatten, Kies usw.) und schließlich die Blaupausen. Wobei wir die Blaupausen schon immer auswählen können, um den gewünschten Block zu bauen brauchen wir ein Schweißgerät und die benötigten Stoffe. Die Geschwindigkeit des Aufbauen hängt von den Spieleinstellungen ab. Beim Crafting unterstützen uns die Raffinerie und der Fertigungsroboter. Während die erste automatisch für uns Rohstoffe verarbeitet, können wir dem Fertigungsroboter gewünschte Blaupausen angeben, für die er uns die Materialien aus dem Lager bereitstellt.

Hört sich nach viel Einzelarbeit an. In dieser Situation kommt uns ein weiteres Feature des Spiels zu Hilfe: Die BeförderungssystemeWir können unsere Lager einfach mit den oben genannten über Rohre und dergleichen verbinden und jeder holt sich dass, was er braucht (solange genug Energie vorhanden ist). So können zum Beispiel Raffinerie und Fertigungsroboter direkt miteinander verbunden werden, was lästiges hin- und her tragen verhindert.

Allerdings, was ist schöner als sich seine eigenen Raumschiffe aufzubauen? Die der anderen zu zerstören! Mit der Voxel Engine ist es uns möglich, alles miteinander zu verbinden aber auch alles zu zerstören. Die Entwickler haben die Zerstörung in Space Engineers wirklich schön hinbekommen. Die Blöcke verschwinden nicht einfach so, wie wir es aus Minecraft nach dem Einsatz von TNT kennen. Das Spiel ist realistisch gehalten, deswegen gibt es Dellen, Verrußungen und abgebrochene Rohre. Großen Weltraum schlachten ist nichts entgegenzusetzen, besonders da wir auch noch so einige Waffen wie Raketenwerfer haben, um unserem Schiff den Vorteil zu geben.

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    Klingt interessant 😀