Review – Blackguards 2: Zurück nach Aventurien!

Veröffentlicht am 19 Jan 2015 - 8:58pm von Niklas Michalik
GESAMT
  • Story
  • Gameplay
  • Grafik
  • Vielfältigkeit

Anstrengende Kämpfe

Blackguards 2_gamescom (1)

 

Während unserer Spielzeit in Blackguards 2 müssen wir die Erfahrung machen, dass so ein Strategie-Rollenspiel ganz schön anstrengend werden kann. Wir haben bei unseren Scharmützeln die Möglichkeit zwischen 3 Schwierigkeitsgraden zu wählen, wobei schon der einfachste Grad sehr kompliziert werden kann. Zum Glück gibt uns Daedalic Entertainment auch an dieser Stelle durch Tutorial-Einblendungen ein wenig Hilfestellung, dennoch müssen viele Runden immer wieder erneut gespielt werden, bis die richtige Strategie gefunden ist. Ein negativer Punkt ist dies jedoch keineswegs, denn der hohe Schwierigkeitsgrad vieler Missionen sorgt für einen immerwährenden Anreiz und macht einen großen Teil des Spielspaßes von Blackguards 2 aus.

Ebenfalls sehr angenehm ist Abwechslung in den Kämpfen der Blackguards: Neben den klassischen, offensiven Eroberungskämpfen gibt es auch defensive Missionen oder Missionen in denen ein bestimmtes Ziel erfüllt werden muss, wobei es unmöglich ist alle Gegner auszuschalten und somit die richtige Strategie zum umgehen der Gegner zählt.

Wie zuvor erklärt laufen die Kämpfe über ein rundenbasiertes Hexfeld-System ab. Jede Einheit auf dem Schlachtfeld besitzt einen Initiative-Wert über welchen die Reihenfolge der Züge bestimmt wird. Der Reihe nach kann jede Einheit bewegt und zum Angriff gebracht werden. Die verschiedenen Helden besitzen dabei unterschiedliche Fähigkeiten, welche diverse Möglichkeiten zum strategischen Kämpfen bieten. Dennoch müssen wir unsere Fähigkeiten immer mit Bedacht wählen: Denn neben den Ausdauer- oder Astralenergiekosten  müssen wir auch auf die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs der Angriffe achten. Die Wahrscheinlichkeit wird uns dafür in Prozent über dem gewählten Ziel angezeigt.

 

Unsere Feinde

Eine weitere Besonderheit von Blackguards 2 ist die Vielfalt von Gegnern. Neben den klassischen Einheiten bekommen wir nämlich noch Gesellschaft von den Chimären, welche mehrere Hexfelder einnehmen und äußerst schwer zu besiegen sind. Verschiedene Schutzmechanismen und fiese Angriffstaktiken machen sie zu schweren, aber auch herausfordernden Gegnern. Es macht allerdings nicht immer Sinn direkt zu versuchen sie zu überwältigen. Durch strategisches Spielen lassen sich die Chimären auch in Beschwörungskreise locken, wodurch wir sie dazu bringen können,  für uns zu kämpfen.

 

Nette Grafik mit einigen Schwachstellen

Blackguards 2 18-01-2015 19-39-56-987

 

Die Grafik spielt bei einem SRPG dieser Art zwar keine bedeutende Rolle dar, ist den Entwicklern von Daedalic Entertainment aber dennoch überaus gut gelungen. Umso bedauerlicher sind kleine, vermeidbare Schwachstellen in der Optik des Titels. Neben teils sehr detaillierten Charaktergrafiken finden sich in manchen Gebieten Personen oder Tiere, welche kaum Details und eine unnatürliche Spiegelung aufweisen. Auch die Schrift weißt bei manchen Auswahlmöglichkeiten vermeidbare Verpixelungen auf, welche jedoch durch einen einfachen Patch verbessert werden können.

Besonders positiv hingegen fallen Details wie das Schattenspiel in den Katakomben sowie die Gestaltung der Städte bzw. des Lagers auf.

 

Weniger Schwächen – mehr Stärken!

Daedalic Entertainment hat sich das Feedback zu Blackguards 1 wirklich zu Herzen genommen und das zeigt sich nun deutlich in Blackguards 2. Während man im ersten Teil noch auf die lineare Geschichte setzte, liegt diese jetzt in der Hand des Spielers. Man implementierte neue Tools die es auch Neulingen möglich machen, sich im „Das Schwarze Auge“-Universum zu behaupten. Außerdem überarbeitete man das originale DSA-Pen & Paper Regelwerk, an welches man sich im ersten Teil stark hielt, und gestaltete es für den Normalen Spieler verständlicher und nachvollziehbarer. Um den Kampf nach Mengbilla interessanter zu gestalten können an jeder Location nicht nur Eroberungs-, sondern auch Verteidigungs-, Rückeroberungs- und Plünderungskämpfe stattfinden. Ebenfalls neu ist das Lager, in dem wir unsere Gefangenen befragen können um uns in kommenden Gefechten einen Vorteil zu verschaffen und Hinterhalte zu umgehen.

Was hingegen fehlt sind die viel kritisieren, unnötigen Nebenaufgaben aus dem ersten Teil. Während wir dort in der linearen Geschichte zahlreiche Nebenaufgaben bewältigen konnten, welche uns jedoch keinen ersichtlichen Vorteil brachten, können wir nun nur noch wenige Nebenaufgaben erfüllen, welche uns jedoch alle einen wichtigen Vorteil für den Verlauf unserer Gefechte bieten können.

 

« Seite 1   Fazit »

Hallo! Freut mich, dass du dich für meine Artikel interessierst! Wenn du schon den Weg hierher gefunden hast, dann unterhalte dich doch mit uns in den Kommentaren über das Thema.

Seiten: 1 2 3