Grand Ages Medieval: Erste Eindrücke von der Gamescom

Veröffentlicht am 9 Aug 2015 - 1:20pm von Axel Dockhorn
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Auf der Gamescom 2015 stellt neben vielen anderen Anbietern auch das Team von Kalypso Media ihr Angebot an neuen Spielen vor. Grand Ages Medieval bietet eine Mischung aus Wirtschafts- und Militärsimulation, die besonders Spieler der anderen Kalypso Titel überzeugen sollte.

Donnerstag ist bekanntlich der Tag auf der Gamescom, bei dem der erste große Ansturm der Besucher auf die Messe hereinbricht. Trotzdem nahm sich Creative Director Daniel Dumont die Zeit, uns über das neueste Strategie-Spiel von Kalypso zu berichten.

Das Spiel einmal in Kürze

Kaiser von Deutschland werden, wer würde das nicht gerne? Unser Hauptcharakter in Grand Ages Medieval hat sich größere Ziele gesetzt: Er will Kaiser von Europa werden. Und diesen Gedanken hatte er nicht allein: Insgesamt acht Spieler wollen ihr Imperium so weit wie möglich über die Welt des Mittelalters vergrößern. Diese Erstreckt sich von England bis ins heilige Land und hält die ganze Vielfalt an Waren, Rohstoffen und Nahrung bereit. Will man das wertvolle Land an sich nehmen muss man expandieren – entweder durch selbst gegründete neue Städte, oder die Übernahme bereits Gegründeter…

Von Mini zu Maxi

Wer die Port Royal- oder Patrizier Reihe gespielt hat, wird sich jetzt wahrscheinlich fragen: „Der ganze Handel und die Erstellung eigener Routen dauert doch selbst schon eine Ewigkeit. Wie soll ich da nebenbei noch eine ganze Armee befehligen?“. Diesen können wir ganz beruhigt sagen, dass der Ausgleich zwischen Wirtschaft und Krieg gut gelungen ist. Es ist zwar möglich wie in Port Royale 3 jedes einzelne Gut per Hand zu verladen, aber jeder Händler (von denen es jetzt mehrere gibt) bekommt verschiedene Modi, welche ihr Wirken in der Welt bestimmen.

Der wichtigste Modus dabei ist der Ausgleichs-Modus. Da jede Stadt nur fünf Güter produzieren kann, sorgt der Händler gleichzeitig dafür, dass überschüssige Waren abtransportiert werden und im austausch dazu benötigte Waren aus anderen Städten beschafft werden. Dabei macht er Gewinne und hilft unseren Städten beim Wachsen.

grand ages medieval 2

Die Sache mit dem Krieg

Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner. Sollte unser Gegenspieler die von uns benötigten Waren produzieren können, liegt die Idee der Übernahme einer oder mehrer Städten nicht fern. Wer aber Krieg führen will, muss gut vorbereitet sein, denn ein Heer zu versorgen kostete im Mittelalter große Mengen an Instandhaltungskosten, die den Rahmen der Staatskasse auch gern mal gesprengt haben. Sollte man außerdem die Infrastruktur nicht gut geplant haben, fällt diese einem auch noch in den Rücken: Neben der Bezahlung durch Gold müssen die Soldaten auch noch durch anliegende Städte durch Waren versorgt werden. Sollte dies nicht gewährleistet werden fällt die Moral, was einem in größeren Kämpfen schnell zum Verhängnis werden kann.

Hier kommt eine neue Idee ins Spiel: Sollte der Feind geschlagen und der gegnerische Feldheer feige vom Schlachtfeld gezogen sein kann es schnell passieren, dass in der belagerten Stadt Stimmen gegen die Verlierer und für die Gewinner erhoben werden. Sollte man es schaffen, die Stadt lange genug von der Außenwelt abzuschneiden, übernimmt man sie auf eine „friedliche“ Weise. Sie ist zwar von der Belagerung angeschlagen, hat aber nicht die Verluste eines Sturmangriffes zu verbuchen.

Es geht aber auch anders

Nicht jeder Gegenspieler fällt gleich brüllend in unser Land ein. Schafft man es diplomatische Kontakte zu knüpfen können Handelsvereinbarungen und Bündnisse geschlossen werden. Hat man einen gewissen Ruf (oder einen prallen Geldbeutel) kann man auch bestimmte Aktionen gegen andere Mitspieler fordern. Hat man einige Besprechungen hinter sich gebracht und bringt Karren voller Waren und Gold mit sich können selbst ganze Städte übernommen werden.

Zum Schluss

Grand Ages: Medieval spielt sich schon flüssig und überzeugt auch in den Details. Strassen und Brücken werden automatisch gesetzt, es bleiben keine hässlichen leeren Stellen dazwischen. Das Kampsystem ist schlicht gehalten und nicht direkt zu beeinflussen bis auf das hinzu- und abrufen von Einheiten. Nähere Informationen zum Spiel gibt es in unserem Interview – Und wir werden euch nahe dem Release Termin mit näheren Informationen versorgen.

Erscheinen wird Grand Ages: Medieval am 25. September auf der PlayStation 4 und PC