Stellaris: Preview zum kommenden Weltraum-Strategiespiel

Veröffentlicht am 7 Aug 2015 - 10:09pm von Axel Dockhorn
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Gestern kündigte das Team von Paradox ihr neuestes hardcore-Strategiespiel an. Stellaris spielt im Weltraum und konfrontiert uns mit einer Menge futuristischer Technik und der mit ihr kommenden Probleme.

Frühere Titel von Paradox haben sich auf die Geschichte um Europa und auf die neue Welt bezogen. Jetzt wagen die Entwickler der bekannten Strategie Reihen wie Europa Universalis und Crusader Kings sich an die Zukunft – während wir früher nur in der uns bekannten Welt ausbreiten konnten, dürfen wir nun ganze Galaxien entdecken, mit ihren exotischen und gefährlichen Verheißungen und Gefahren.

Was wissen wir schon von dem neuen Titel?

Wer sich schon länger mit Titeln von Paradox beschäftigt hat wird jetzt vielleicht zurückschrecken. Doch keine Angst, dass Entwickler-Team hat sich zu Beginn der Entwicklungen dazu entschlossen, nicht mit riesen Schritten ins neue Thema einzusteigen, sondern zuerst ein stimmiges Konzept zu entwickeln, dass dem Spieler Spaß macht. Aufgebaut ist das Spiel wie die anderen Paradox Titel auf der Clausewitz Engine aufgebaut und steht wieder im Zeichen der Echtzeit-Strategiespiele. Hierbei steht wieder die bekannte Regelung der Geschwindigkeit in fünf Stufen und die bekannte Befehls-Konsole zur Verfügung. Sollte diese euch zu sehr verlocken, stellt Paradox für euch und für die, die in Stellaris eine wirkliche Herausforderung suchen, wieder den Iron Man Modus bereit, in dem ihr eure Fähigkeiten bis aufs Äußerste testen könnt.

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Die neuen Helden

In der fernen Zukunft haben Personen wie Gouverneure oder Seefahrer keine große Bedeutung mehr. Abgesetzt werden sie durch die Forscher und die Vorsitzenden der Planeten. Während der Vorsitzende eines Planeten globale Boni gewährt, sind die Forscher mobil in Raumstationen unterwegs. Ihre Aufgabe ist es, neue Planeten zu erkunden, Gefahren im Voraus zu erkennen und die Technologie ständig weiter zu entwickeln. So können sie die im Kampf von gegnerischen Raumschiffen abgeschossenen Waffen analysieren und nachbilden oder einen Meteoriten, der Kurs auf unseren Heimatplaneten nahm wieder auf einen anderen Kurs zu schicken.

Das Forschungssystem selber besteht nicht mehr aus einer geraden Linie. Nach jeder entdeckten Forschung werden drei neue Möglichkeiten für die technologische Weiterentwicklung angeboten. Je nach dem wie unser Forscher drauf ist haben manche Möglichkeiten eine höhere Chance zu erscheinen. So würde ein kriegsliebender Forscher schneller an neuen Waffen arbeiten, während ein Pazifist Wege für den kulturellen und industriellen Aufschwung der Zivilisation anstrebt.

Da sind ja noch andere

Während der Anfang des Spiels sich noch auf dem Heimatplaneten und seiner Entwicklung konzentriert, werden früher oder spätere andere Lebewesen auf den Plan treten. In jedem neuen Spiel werden die anderen Zivilisationen zufällig erstellt und bestehen aus verschiedenen Rassen, deren Anführer individuelle Ansichten des Lebens haben. So können wir auf friedliche Papageien-Völker treffen oder uns gegen kriegstreibende Eidechsen wehren.

Als kleine Zwischeninfo: Wir selbst können unsere Rasse auch individualisieren. Aufgrund unserer persönlichen Einstellung (Pazifist, Ökonom etc.) stehen uns dann verschiedene Staatsformen zur Verfügung. Dabei sind die uns bekannten Diktaturen und Demokratien, aber wir dürfen auch auf einige neue Erfindungen gespannt sein.

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Unser eigenes Imperium

Nicht alle Zivilisationen starten mit den gleichen Bedingungen. Während wir uns von unserem Heimatplaneten weiterentwickeln müssen, können bereits größere Imperien in der Galaxie bestehen. Um nicht direkt von ihnen platt gemacht zu werden stehen uns zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Die Schaffung einer Föderation aus mehreren kleineren Reichen oder, man verleibt sich selbst Systeme ein, die schwächer sind als man selber. Genauere Infos zu den Föderationen sind noch nicht gegeben, allerdings kann der Anführer der Föderation im Namen aller Krieg erklären und Frieden schließen, als kleinen Bonus erhält er die Kontrolle über die Spezial-Flotte der Föderation.

Wer Crusader Kings gespielt hat kennt das Problem: Ohne Kriegsgrund kein Krieg. EU4 Spieler kennen es nicht, sie können für einen Beziehungsmalus allen den Krieg erklären. Stellaris schafft eine Brücke zwischen diesen beiden Aspekten. Zwar können wir anderen Reichen wann wir wollen die Stirn bieten, jedoch benötigt man für die Übernahme eines Systems einen Claim auf dieses.

Ein interessanter Aspekt sind die sogenannten „Fallen Empires“. Es sind alte Zivilisationen, die ihre Blüte schon lange hinter sich haben. Zwar verfügen sie noch immer über ein großes System an Planeten, doch haben sie den Gedanken an Expansion aufgegeben und können sich nur noch notdürftig verteidigen. Andere Zivilisationen bezeichnen sie als „Kinder“.

Schatz, ich habe die Aliens geschrumpft

Spieler, die in EU4 zu übermächtig geworden sind, kennen das Problem: Die Herausforderungen werden geringer, der Spielspaß sinkt. Dem schiebt Paradox in Stellaris den Riegel vor. Mit bestimmten Ereignissen im late game werden selbst große Reiche vor Probleme gestellt. Sollte sich zum Beispiel eine Zivilisation zu sehr auf die Wurmloch-Forschung konzentriert haben, kann es passieren, dass ein zu großes Loch ins All gerissen wird, dass die ganze Galaxie bedroht. Das ist nur eines der Schreckensszenarions die uns erwarten werden, über die anderen wird zu diesem Zeitpunkt noch geschwiegen. Eins ist jedoch klar: An großen Problemen werden die klügsten Köpfe aller Reiche zusammenarbeiten müssen, um sie zu lösen.

Leider noch eine Menge Wartezeit

Die Entwicklung befindet sich auf allen Touren, allerdings müssen wir uns noch mindestens bis ins nächste Jahr gedulden. Paradox hat sich viel vorgenommen, neben den individuellen Aliens wird es auch einen Raumschiff-Designer geben. Sollte das Spiel gut ankommen, überlegen sich die Entwickler weitere DLC-Packs zu veröffentlichen. Bis dahin heißt es warten – wir halten euch auf dem Laufendem.